P wie Pyramiden – und was sich sonst noch stapelt
Chichén Itzá, Mexiko
Was haben ein Haufen alter Steine mit Online-Marketing und Textarbeit zu tun?
Kurze Antwort: alles.
Lange Antwort: Work-Life-Balance ist eine Illusion. Oder hörst du auf zu leben, sobald du zur Arbeit gehst?
Lass mich das mal erklären.
Die kurze Version dieses Artikels hier war mal ein LinkedIn-Post. Und bevor sie das war, war sie ein Gedankengang, in dem sich bei 38 Grad im Schatten Reisen und Arbeiten vermischten. Schon fast ein Fiebertraum.
Geht es nun also um Business oder Story? Soll ich die kleine Geschichte hier auf Tschau! teilen oder passt sie besser zu meinem anderen Newsletter über Content-Marketing? Darüber habe ich mir heute früh den Kopf zerbrochen. Und das zeigt mir mal wieder, dass alle thematischen Grenzen, die wir uns setzen, eigentlich nur in unseren Köpfen existieren.
Ich habe mich also entschieden, dass die Reise durch meine Gedanken eben auch eine Reise ist und außerdem geht es hier ja sowieso chaotisch zu. Passt alles.
Also…
Es war mal wieder Winter und Zeit, die Kälte zurück in Deutschland zu lassen. Also Laptop zugeklappt, ein paar Dinge in den Rucksack geworfen und ab nach Mexiko.
¡Ay Caramba!
Wie ich Lateinamerika liebe!
Geiles Essen, die Sonne brennt und das Meer hat Badewannentemperatur. Und wenn man nicht gerade versucht, seinen Mezcal um die Gusano-Raupe herum zu trinken (wenn du das nicht kennst, schau’s dir an), kann man sich auch an den Bauwerken der Maya-Hochkultur berauschen. Zum Beispiel in Chichén Itzá.
Dort entstand in der affenheißen Mittagssonne dieses tolle Foto, das ich auch gerne mal als Profilbild benutze:
Hinter mir: Jahrtausendealte Macht, gemeißelt in Stein. Vor mir: ein verschwitztes Selfie mit wilden Haaren und Sonnenbrandstufe Habanero.
Und dann kam die Stimme aus dem Off...
Ich wollte Urlaub machen. Mal so richtig abschalten, Cocktails schlürfen, Tacos essen und Kultur tanken. Aber mein Kopf hatte wieder Redaktionssitzung.
Passt „Habanero“ eigentlich in eine Headline?
Darf man im Urlaub eigentlich an Texten feilen?
Und was würde David Ogilvy zu diesem Selfie sagen?
Als ich im Touri-Modus den Spuren der Maya hinterherjagte, lief im Hinterkopf schon das nächste Drama-Skript. Sorry, Berufskrankheit.
Mein Job ist Content-Marketing und alles, was mit Texten zu tun hat. Dass ich nie so ganz abschalten kann, ist nicht neu. Ich nehme es mittlerweile mit Humor. Meine Mitmenschen auch.
Während andere die Baukunst der Maya bestaunten, die seit Jahrtausenden allem standgehalten hat, wollte mein Kopf nur Texte schreiben und Marketing machen.
Warum überleben manche Worte Tausende Jahre, andere nicht mal den Algorithmus?
Der Unterschied zwischen Content und Kunst liegt in der Geschichte dazwischen.
Gute Texte sind wie Pyramiden. Von Weitem beeindruckend. Aber die echte Magie zeigt sich erst, wenn du näher rangehst:
Schicht für Schicht durchdacht. Jeder Satz ein Stein. Jedes Wort sitzt.
Was sie zusammenhält? Storytelling.
Ohne Story wirkt ein Text wie ein Haufen Info-Bausteine – nützlich, aber nicht unsterblich. Denn Menschen erinnern sich nicht an perfekte Argumente. Sie erinnern sich an Geschichten, an Bilder und an das Gefühl von »Wow, das hat gesessen.«
Genau deshalb liebe ich dieses Handwerk: Weil ein guter Text nicht nur Marketing ist.
Er verankert sich.
Im Kopf.
Im Herz.
Im Feed.
Wie ist es bei dir: Nimmst du deine Arbeit auch mit auf Reisen?
Achso, eine Sache noch…
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